Wirtschaft gegen Menschenrechte Ein bärtiger Mann hat vor 159 Jahren mal gesagt…

Wirtschaft gegen Menschenrechte

Ein bärtiger Mann hat vor 159 Jahren mal gesagt: "Mit entsprechendem Profit wird Kapital kühn. Zehn Prozent sicher, und man kann es überall anwenden; 20 Prozent, es wird lebhaft; 50 Prozent, positiv waghalsig; für 100 Prozent stampft es alle menschlichen Gesetze unter seinen Fuß; 300 Prozent, und es existiert kein Verbrechen, das es nicht riskiert."

Ab 100% Profit stampft das Kapital also alle menschlichen Gesetze unter seinen Fuß, sagte #KarlMarx also. Heutzutage reichen wohl schon geringere Profitmargen, um Menschenrechte mit Füßen zu treten. Ingo Kramer, Präsident der BDA – Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, baut bereits Barrikaden. Es sei "Unsinn" und "absurd", dass die #Bundesregierung darüber nachdenkt, ein Gesetz zu verabschieden, dass Unternehmen bei Auslandsgeschäften #Menschenrechte einzuhalten haben. Natürlich fühle er sich "selbstverständlich verpflichtet", nach sozialen und ökologischen Standards arbeiten zu lassen. Aber gesetzlich verpflichtet, das geht gar nicht!

Dabei geht es der Bundesregierung noch nicht einmal um alle Menschenrechte. Im Fokus stehen die politischen Menschenrechte, sofern man anprangern kann, dass sie woanders nicht eingehalten werden. Dass selbst diese Rechte in Deutschland ausgehöhlt sind, verschweigen sie gerne. Von den sozialen Menschenrechten ganz zu schweigen: Das Recht auf #Arbeit und gleichen #Lohn, das Recht auf soziale Sicherheit, das Recht auf #Erholung und #Freizeit oder das Recht auf #Bildung ist selbstverständlich auch in #Deutschland nicht verwirklicht. Denn dann müsste man eben den Unternehmern an den Kragen, die nun auf die Barrikaden gehen.

Wir empfehlen: Liebe Bundesregierung, verpflichtet euch selbst doch gleich mit, alle Menschenrechte einzuhalten – egal ob im In- oder Ausland.

#BDA #SDAJ