"Wir können uns nicht auf Dauer gegen das Gesetz stellen" sagt Wolfgan…

"Wir können uns nicht auf Dauer gegen das Gesetz stellen" sagt Wolfgang Hansjakob, Direktor des Wilhelm-Hausenstein-Gymnasium in Bogenhausen. Mit "wir" meint er die Schülerinnen und Schüler, die an den Fridays for Future-Schulstreiks teilnehmen. Mit "Gesetz" meint er die Schulpflicht, die seiner Ansicht nach über den Grundrechten von Schülerinnen und Schülern steht. Ab jetzt sollen nicht nur "Ordnungsmaßnahmen" wie Verweise erteilt, sondern auch Bußgelder an die Eltern verhängt werden.

Damit will er – und mit ihm andere Rektoren an Münchner Schulen – uns einschüchtern. Gegen das Anliegen #Klimaschutz habe er nichts, behauptet er, aber die Lösung für die #Klimakrise sieht er vor allem im individuellen Umdenken der eigenen Lebensgewohnheiten.

Dass seit Beginn der Schulstreiks sich politisch nichts getan hat, dass die Regierung rumlaviert, aber die Konzerne nicht zur Kasse bitten will, das verschweigt Hansjakob aber. Klimaschutz geht nicht über individuelle Konsumanpassungen, sondern indem endlich WIR entscheiden, was und wie produziert wird. Das würde aber voraussetzen, dass Konzerne enteignet und unter demokratische Kontrolle gebracht werden. Dafür lohnt es sich auch weiterhin auf die Straße zu gehen und freitags zu streiken. Egal mit welchen Repressalien sie auffahren, wir müssen weitermachen.

Fridays for Future bedeutet Kampf den Konzernen!

https://www.sueddeutsche.de/…/fridays-for-future-bussgeld-s…

Fridaysforfuture München #fridaysforfuture #fridays4future

Foto: flickr, Fridays for Future Deutschland, CC BY 2.0