München ist auf einmal der grünste Fleck der Republik, im Stimmkreis 109, also i…

München ist auf einmal der grünste Fleck der Republik, im Stimmkreis 109, also in der Isarvorstadt, der Schwanthalerhöhe und in der Au, in Haidhausen und Untergiesing hat der grüne Spitzenkandidat Ludwig Hartmann 44% Erst- und 42,5% grüne Zweitstimmen geholt. Ob im Glockenbach oder im Westend, auch direkt am Hauptbahnhof denken die WählerInnen scheinbar mit den Grünen eine Alternative zur CSU gewählt zu haben. Dass das so nicht stimmt haben wir hier schon ein paar Mal dargestellt, z.B. hier: https://bit.ly/2NFJaTL Doch was die meisten nicht wissen: Auch Rassismus ist heute bei den Grünen vollkommen akzeptiert.

Bei unseren Nachbarn in Baden-Württemberg sind die Grünen schon längst an der Regierung. Nachdem nun in Freiburg eine junge Frau vergewaltigt wurde ging die Hetze los: Die aus Syrien stammenden Tatverdächtigen werden als Zielscheibe für rassistische Vorurteile benutzt, das Vergewaltigungsopfer als Zielscheibe für sexistische Vorurteile. So warnte der Freiburger Polizeipräsident vor Alkoholkonsum, als hätte das etwas mit dem Opfer zu tun, der man KO-Tropfen eingelöst hatte. Und der grüne Ministerpräsident Kretschamen sprach gegenüber der Heilbronner Stimme über "Junge Männerhorden", die man nun von Großstädten fern halten müsse, da sie "das Gefährlichste, was die menschliche Evolution hervorgebracht hat" seien. Wow, sag doch gleich "Ausländer raus".

Dabei ist der Ministerpräsident keine Ausnahme. Der grüne Tübinger Bürgermeister Boris Palmers z.B. hat erst kürzlich ein Buch geschrieben, in dem es gute Tipps für jede PEGIDA-Argumentation gibt. "Wir haben gedacht wir gewähren diesen Menschen Schutz, deswegen werden sie friedlich sein, und tatsächlich sind da offensichtlich schwarze Schafe dabei, die jetzt die Einwohner von Städten zu Schutzsuchenden machen." Und: "Die Flucht nach Deutschland war ein Glück für die Flüchtlinge, nicht für Deutschland."

Über Drogendealer, die Kriminalitätsstatistik und die Frage, was nun zu tun sei schlägt Palmer vor, kriminellen Asylsuchenden das Geschäft zu entziehen, indem man sie aus den deutschen Stadtzentren an die Peripherie Baden-Württembergs versetzt. O-Ton Palmer: "Wir haben im Asylrecht die Möglichkeit, Wohnsitze zuzuweisen. Wenn man von diesem Instrument Gebrauch macht, dann könnte man geeignete Einrichtungen schaffen, in denen ausreichend Security und eine geeignete Lage dazu führen, dass es faktisch dann sehr schwer wird, unter so engmaschiger Aufsicht und Kontrolle noch schwere Verbrechen zu begehen."

Das klingt mehr nach Lagerhaft für Flüchtlinge nach CSU-Traumvorstellung als nach Antirassismus und Solidarität, wie es sich die Grünen immer auf die Fahnen schreiben. Naja, passt ja auch zu ihrer Sozialabbau- und Kriegspolitik.

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Fotoquelle: flickr / B'90/Grüne BaWü, Kretschmann Digitalisierung Chefsache (CC BY-SA 2.0)