Knapp 100.000 Menschen demonstrierten vor einigen Tagen in Wien gegen die Einfüh...

Knapp 100.000 Menschen demonstrierten vor einigen Tagen in Wien gegen die Einfüh…

Knapp 100.000 Menschen demonstrierten vor einigen Tagen in Wien gegen die Einführung des 12-Stunden-Tags. Die ÖVP-FPÖ Regierung unter Kanzler Sebastian Kurz hat seit ihrem Amtsantritt einen der größten Angriffe auf die bestehenden Rechte der Arbeiterklasse in Österreich vorangetrieben, ganz im Interesse der österreichischen Unternehmer deren Forderungen mit aller Härte durchgesetzt werden sollen.

Mit der Hetze gegen Migranten und Flüchtlinge hofft man auf eine wirksame Spaltung der arbeitenden Bevölkerung damit sich auch die unpopulärsten Maßnahmen durchsetzen lassen können.

Das es zum Glück nicht ganz so einfach geht hat die Demonstration am Samstag gezeigt. Sicher, der Abwehrkampf gegen den blau-schwarz sozialen Kahlschlag ist noch lange nicht gewonnen, aber es zeigt sich das Potential, das darin steckt, auch um darüber hinaus in Sachen Klassenkampf wieder in die Offensive zu kommen.

Als Münchner freuen wir uns natürlich ganz besonders wenn man in Österreich Widerstand gegen Kurz und Strache leistet.
Schließlich ist die österreichische ÖVP-FPÖ Koalition einer der engsten Partner der bayerischen Staatsregierung. Egal ob Klausurtagungen, gemeinsame Treffen und das ernst gemeinte Faseln von einer Achse Deutschland-Österreich-Italien in Sachen Asylpolitik, die bayerischen und österreichischen Rechten gehen schon seit einiger Zeit gemeinsame Wege und schauen sich vieles voneinander ab. Umso wichtiger ist es dann für uns als Jugendliche gemeinsam, ob in Bayern oder Österreich, gegen Staatsumbau, Sozialabbau und Rassismus auf die Straße zu gehen und die gegenwärtige Regierungspolitik nicht einfach hinzunehmen!

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Foto (Robert Krotzer)
https://www.facebook.com/robert.krotzer.graz/posts/568838820180006