Die Anzahl der Nachhilfeschüler in Bayern ist laut dpa in den letzten 3 Jahren u...

Die Anzahl der Nachhilfeschüler in Bayern ist laut dpa in den letzten 3 Jahren u…

Die Anzahl der Nachhilfeschüler in Bayern ist laut dpa in den letzten 3 Jahren um 21 % gestiegen. Dabei startet die Nachhilfe oft schon vor dem Übergang auf das Gymnasium in der 3. Klasse und zieht sich bis zum Abitur. Warum haben wir damit ein Problem? Dadurch das man immer mehr auf Nachhilfe bauen muss und diese saftig was kostet, entfernen wir uns immer weiter von einem kostenlosen Schulsystem. Dadurch das Nachhilfe, anscheinend, immer wichtiger für gute Noten ist hängt es immer mehr vom Geldbeutel der Eltern ab mit welchen Noten man unser Schulsystem durchläuft oder ob überhaupt. Warum steigen nun aber die Anzahl derer die Nachhilfe in Anspruch nehmen?

Seit Jahren berichten immer mehr Schüler oder Eltern über sich verschlechternde Gesundheitszustände und psychische Probleme. Oft heißt es dann die Leute seien eben mittlerweile verweichlicht und kennen es nicht anders. Aber auch größere Studien und Untersuchungen wie der Präventionsradar 2017 der Krankenkasse, zeigen das es nicht einfacher wird, sondern tatsächlich immer anstrengender. Dass schlägt sich dann halt eben auch auf die Noten aus. Und dann ist es eben doch wieder eine Frage des Elternhauses ob man in die Nachhilfe gehen kann oder z.B. auch zuhause eine ruhige, gute Lernatmosphäre hat.

Das alle, die Straffung von Lehrplänen, die Auslagerung von Lern- und Hausaufgabenhilfen auf private Nachhilfe oder auf die Eltern oder Einsparungen an Personal und größere Klassen haben alle zum Ziel das Schulsystem effizienter zu machen, jedoch nicht für die Schülerinnen und Schüler sondern für Staat und Wirtschaft. Die CSU setzt ihr Geld halt doch nach alter Manier lieber für Steuergeschenke an Großunternehmen ein anstatt mehr Lehrer einzustellen oder kostenlose Hilfsangebote vor Ort zu schaffen.

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Foto (Studienkreis GmbH)
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