Armut bekämpfen und nicht Arme! Vor einer Woche, letzten Donnerstag, wurde das …

Armut bekämpfen und nicht Arme!

Vor einer Woche, letzten Donnerstag, wurde das Obdachlosencamp unter der Reichenbachbrücke geräumt. Zuvor hatte es zweimal unter der Brücke gebrannt. Neben der Möglichkeit, ein neues Lager zu gründen, gibt es auch 850 Betten in der Bayernkaserne, die unter dem Münchner Kälteschutz bereitgestellt werden. Im Gegensatz zu der Reichenbachbrücke werden die Obdachlosen hier nicht geräumt; es gibt aber keine Privatsphäre und keine persönlichen Einrichtungsgegenstände und schon gar keine eigene Wohnung. Das eigentliche Problem ist der Wohnungsmangel in München: 9000 Münchner warten derzeit auf eine Sozialwohnung, nur 2800 Wohnungen können dieses Jahr vermittelt werden. Dabei zeigt sich mal wieder, wessen Staat das eigentlich ist. Lieber baut man Luxuswohnungen am Nockerberg als die stark benötigten Sozialwohnungen. Die gravierendste Folge dieser Politik ist Obdachlosigkeit und sie wird mit Repressionen belegt, damit man sich für die Obdachlosigkeit schämt, statt das System dahinter zu sehen. Das System, das alles dem kapitalistischen Profitsystem unterwirft, auch so grundlegende Dinge wie menschenwürdiges Wohnen.