Am 1. September 1939 begann der zweite Weltkrieg mit dem Überfall des faschistis…

Am 1. September 1939 begann der zweite Weltkrieg mit dem Überfall des faschistischen Deutschlands auf Polen. Dieses Ereignis wurde als Anlass für den bis heute jährlich begangenen #Antikriegstag genommen. Seit Jahren steigt die weltweite Kriegsgefahr. Nicht nur gibt es immer mehr Brandherde an denen es brodelt, auch die politischen Spannungen zwischen den imperialistischen Staaten nehmen zu. Ergebnis dessen sind steigende Rüstungsausgaben, vermehrte Waffenproduktion und der Export eben jener Ware in die Kriege und Konflikte dieser Welt.

Deutschland befindet sich trotz einiger Schwankungen seit Jahren in der Top-Five der weltweiten Waffenexporteure. Deutsche Rüstungsunternehmen exportieren was das Zeug hält in Kriegs- und Krisenregionen so wie beispielsweise in den Jemen wo aktuell nicht nur ein blutiger Bürgerkrieg herrscht sondern eine der größten humanitären Katastrophen unserer Zeit sich anbahnt

Saudi-Arabien initiierte 2015 eine See- und Luftblockade gegen den Jemen. Der Jemen, der auch in Friedenszeiten auf Hilfslieferungen angewiesen war und als das Armenhaus der Arabischen Welt gilt, trifft dies besonders hart. Direkte Folge der Blockade war eine ab Frühling 2017 einsetzende Hungersnot die aktuell 17 Millionen Jemeniten betrifft. Allein 2017 starben 50.000 Kinder an den Folgen der Hungersnot. Die UN geht aktuell davon aus das 8,4 Millionen Menschen kurz vor dem Verhungern sind. Falls sich die humanitäre Lage nicht grundlegend ändert, wird laut den Prognosen der Vereinten Nationen die Zahl noch diesen Dezember auf 18,4 Millionen steigen.

Weder die rücksichtslose Kriegsführung noch das systematische Aushungern und Töten der jemenitischen Bevölkerung durch den saudischen Staat hindert deutsche Konzerne daran weiter fleißig nach Saudi-Arabien zu exportieren. Ob Kampfjets, Panzer, Ersatzteile oder Patrouillenboote, auf allen Ebenen des Konflikts findet sich deutsches Kriegsgerät. Es sind deutsche Waffen die im Jemen töten und deutsche Boote die bei der Aufrechterhaltung der Blockade von Saudi-Arabien genutzt werden. Mit dabei sind auch bayerische Unternehmen wie der Panzerproduzent Kraus-Maffei Wegmann.

In einem Bericht des Bayerischen Rundfunk aus dem Jahr 2016 hieß es das 55% der deutschen Waffenexporte aus Bayern kommen und zu 90% in Krisen- und Kriegsregionen verkauft werden. Insgesamt waren es 2016 70 Firmen mit insgesamt 30.000 Arbeitsplätzen die in Bayern Rüstungstechnik produzieren.

Wundern muss man sich darüber nicht, denn mit der CSU als Staatsregierung gibt es seit Jahrzehnten eine politische Führung in Bayern der es um das finanzielle Wohl von Unternehmen geht und die mit den Konzernbossen bestens verbandelt, vernetzt und verwachsen ist. Durch Unternehmensspenden an Partei oder Staatsregierung wird sich eine wohlwollende Politik erkauft der die CSU seit je her nachkommt.

Rüstungsproduktion, Waffenexporte und Krieg. Das entspricht weder unseren Interessen noch den Interessen der Bevölkerung in den Krisengebieten, sondern füllt nur die Börsen einiger weniger – wie zum Beispiel Krauss-Maffei Wegmann. Deshalb kann es in unserem Sinne nur heißen: Abrüsten statt Aufrüsten!

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Foto (SDAJ München)