6900 Stellen möchte Siemens abbauen. Diese Zahl nannte die Konzernleitung, als…

6900 Stellen möchte Siemens abbauen.

Diese Zahl nannte die Konzernleitung, als sie am 16.11. die Pläne offenlegte. 6900 Stellen, 3500 davon in Deutschland. Zwar sollen diese Streichungen nach Personalleiterin Janina Kugel „so sozialverträglich wie möglich“ ablaufen, jedoch bleibt abzuwarten wie das ganze umgesetzt werden soll. Manche Standorte sollen auch komplett gestrichen werden, wie Leipzig, Görlitz, Offenbach und das „Dynamo“ Werk in
Spandau. Und auch sonst soll massiv abgebaut werden. Besonders davon betroffen sind die Bereiche der Energieversorgung (PG, PS) und der Antriebstechnik (PD). Wichtig hierbei ist auch,
dass die Zahl 6900 sich auf Vollzeitstellen bezieht, sprich mehr Leute entlassen werden, wenn Teilzeitkräfte entlassen werden.

Doch warum wird überhaupt abgebaut? Der Grund hierfür liegt in der Prognose, dass die
entsprechenden Bereiche 2018 weniger Gewinn erwirtschaften, als 2017 und man dementsprechend personell zurückstecken müsse. Die entsprechenden Bereiche hatten jedoch 2017 eine Marge von über 10% und auch nach der neuen Prognose würden die Bereiche – selbst wenn man alle Mitarbeiter weiterbeschäftigt und alle Standorte aufrecht erhält – Gewinn machen. Hinzu kommt, dass Kaeser erst im Oktober auf der Jahreshauptversammlung einen Rekordgewinn für den Gesamtkonzern von 6,2 Mrd Euro verkündet hatte. Es werden also Leute entlassen um den Aktionären ein paar Euro mehr in die Kasse zu spielen.

Seit der Ankündigung der Stellenstreichungen gab es zahlreiche Aktionen von Beschäftigten, u.a. wie hier auf dem Foto zu sehen in München vor der Aktionärsversammlung in der Olympiahalle. Dazu waren Beschäftigte aus allen Ecken Deutschlands angereist. Wir sind solidarisch mit euch!