09.03. Italien heute, Rassismus als Staatsräson? Diskussionsveranstaltung mit N…

09.03. Italien heute, Rassismus als Staatsräson?

Diskussionsveranstaltung mit Norma Mattarei (Rinascita e.V.) zur aktuellen politischen Situation in Italien und Aktivitäten der Zivilgesellschaft

19 Uhr, Bellevue di Monaco, Müllerstr. 2 – 6

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Bis zum 16.3. findet in München derzeit noch die Ausstellungsreihe "Banditi e ribelli" zur italienischen Resistenza

"›Banditi e ribelli‹ erzählt die Entwicklung des Partisanenkrieges in Italien zwischen 1943 und 1945. Kurze chronologisch aufgebaute Texte des Historikers Santo Peli und mehr als 120 Fotografien dokumentieren das Leben und die Anstrengungen der jungen Frauen und Männer, die gegen den Krieg, gegen Faschismus und gegen die Greuel der deutschen Besatzung kämpften.

Nach zwanzig Jahren faschistischer Diktatur in Italien finden ab Ende 1943 viele Frauen und Männer den Mut und die Kraft zum Widerstand. Von den Faschisten als banditi und ribelli verunglimpft, kämpfen Zehntausende bewaffnet für das Ende des Zweiten Weltkrieges, gegen die deutsche Besatzung und gegen den italienischen Faschismus. Wir wissen heute, welche Verbrechen von Faschisten und Nazis begangen wurden. Die banditi e ribelli haben auf der richtigen Seite gekämpft. Das heißt aber nicht, unkritisch den Mythen zu folgen, die sich um die Resistenza ranken. Um von ihr zu lernen, müssen wir auch die Schwächen und Fehleinschätzungen der Partisanenbewegung beleuchten. Mit unserer Ausstellung möchten wir zu einem besseren Verständnis der Resistenza beitragen.

Das Geschichtsinstitut Istoreco aus Reggio Emilia und CultureLabs aus Berlin haben mit Unterstützung der Rosa Luxemburg Stiftung diese neue Wanderausstellung in deutscher Sprache erarbeitet. Auf 29 Ausstellungstafeln wird diese Entscheidung für Frieden und für eine freie, gerechte Gesellschaft in all ihren Facetten dargestellt: Kampf, Illusionen, Lachen, Singen und übertriebene Posen."

https://www.banditi.org/

Parallel zum regulären Ausstellungsprogramm finden immer wieder Filmvorführungen sowie Diskussionsveranstaltungen statt. Diesen Samstag geht es um die gegenwärtige politische Situation in Italien.

Nach den im März 2018 erfolgten Wahlen kam es Ende Mai bzw. Anfang Juni schließlich zur Bildung einer neuen italienischen Regierung, gestellt von der rechtspopulistischen Lega Nord sowie der inhaltlich wirren Fünf-Sterne-Bewegung. Seitdem hat sich nicht nur der Ton gegenüber Migranten nochmals verschärft sondern es werden von Seiten der Regierung auch konkrete Maßnahmen durchgedrückt die die Rechte von Flüchtlingen massiv beschneiden. So wie z.B. durch das von Innenminister Salvini im November vergangenen Jahres durchgesetzte Flüchtlingsdekret. Was es damit auf sich hat und wie gegen den Rassismus von oben Widerstand geleistet wird, soll bei der kommenden Veranstaltung am Samstag gemeinsam diskutiert werden.

Auch sonst lohnt es sich die nur noch bis zum 16. März gehende Ausstellung an einem anderen Tag zu besuchen um einen Einblick in den antifaschistischen Kampf der italienischen Partisanen während des Zweiten Weltkriegs zu bekommen.

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Foto:
Manifestazione antifascista, wikimedia/Razzairpina, {{PD-Italy}}{{PD-1996|Italia|1 gennaio 1996}}

https://it.wikipedia.org/…/File:Manifestazione_antifascista…